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Grundlagenwissen „Psychische Erkrankungen“

Psychische Krisen oder Erkrankungen ihrer Klienten stellen Mitarbeitende in sozialen Berufen immer wieder vor Herausforderungen. Häufig fällt es schwer, das Verhalten einer betroff enen Person zu verstehen oder vorauszusagen. Auch über den Umgang damit herrscht oft große Unsicherheit. Erschwerend kommt hinzu, dass das Thema gesellschaftlich stark stigmatisiert und mit Ängsten verbunden ist.

In diesem Seminar wird Ihnen ein solides Grundlagenwissen über die häufigsten psychischen Erkrankungen vermittelt. Auf der Basis eines solchen Verständnisses soll Ihnen der Aufbau einer unterstützenden Beziehung auf Augenhöhe erleichtert und die Unsicherheit über den professionellen Umgang mit der Symptomatik abgebaut werden. Auch akute Krisensituationen, zum Beispiel die Äußerung von Suizidgedanken, werden dabei thematisiert. Um die Selbstwirksamkeit Ihrer Klienten optimal zu unterstützen, lernen Sie die Umsetzung von Empowerment im psychiatrischen Kontext kennen – zum Beispiel die Abkehr vom medizinischen Modell durch das Recovery-Konzept und den Einbezug von Experten aus Erfahrung.

Zugleich ist es wichtig zu erkennen, wann Sie professionelle medizinische oder psychotherapeutische Hilfe hinzuziehen sollten, im Interesse Ihrer Klienten, aber auch, um Ihre eigenen Grenzen zu schützen.

Ziele und Inhalte

Tag 1 

  • Was heißt hier eigentlich „normal“? Über psychische Auffälligkeiten und den Zweck von Diagnosen 
  • Alles erblich – oder nicht? Über die Entstehung psychischer Erkrankungen
  • Was gehört zu einer Anamnese? 
  • Was bedeuten die Nummern in der Akte? Überblick über ICD10 und ICD 11 
  • Über die häufigsten Störungsbilder (Teil 1):
    • Affektive Störungen
    • Angststörungen
    • Trauma und Traumafolgestörungen

Tag 2

  • Über die häufigsten Störungsbilder (Teil 2): 
    • Schizophrenie
    • Persönlichkeitsstörungen (insb. vom Borderline-Typ) 
    • Suchterkrankungen 
  • Akute Krisen und Suizidalität 
  • Inklusion und Teilhabe im psychiatrischen Kontext: Über Empowerment, Recovery und Peer-Arbeit.

Infos

  • Zielgruppe: Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen, die mit Menschen mit psychischen Erkrankungen arbeiten
  • Teilnehmerzahl: mindestens 10, maximal 15 Personen
  • Leitung/Moderation: Frau Dr. Menzel, Frau Dr. Klossika, Dozentinnen an der Fachschule für Sozialwesen
  • Dauer: 2 Tage, jeweils von 9.00 – 15.00 Uhr
  • Anmeldeschluss: 07.04.2025
  • Ort: Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie, Neckarbischofsheim
  • Kosten: 530 €
  • Hinweis für Interne: zusätzlich Fortbildungsantrag an Fortbildungsorganisation, Frau Doris Ziegler oder Frau Diana Kaiser erforderlich

Die Anmeldung erfolgt online über unser Anmeldeformular.

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